Elektroauto für Anfänger: Der neue Opel Ampera-e im Alltagstest

21. September 2017 Lena May Rund ums Laden des Elektroautos Schlagwörter: , , , , 0 Comments

Allmählich bahnt sich Dieselgate den Weg heraus aus den Schlagzeilen. Was bleibt, ist die Frage nach der Zukunft des Verbrenners. Während einige Hersteller verkündeten, in Sachen E-Mobilität jetzt offensiv durchstarten zu wollen, schaffen Abwrackprämien neue Kaufanreize für „moderne“ Diesel und Benziner. Es scheint, als wolle man sich mal wieder um eine gerade Linie drücken. Und dann wären da ja noch die Lieblings-Vorbehalte der Deutschen gegen das Auto mit Akku: mangelnde Ladeinfrastruktur und Reichweite. Ist jetzt wirklich die Zeit, um sich an ein Elektroauto zu wagen? Unsere Kollegin Lena testet den neuen Opel Ampera-e und unterzieht das Elektroauto 2017 dem Alltags-Check – ohne jede Vorkenntnis über Elektroautos!

„Schon mal Elektroauto gefahren?“, fragend blickt mich der Opel-Mitarbeiter an, während wir uns dem Zielobjekt nähern. Er winkt mit dem Schlüssel für den neuen Opel Ampera-e, den ich heute für The Mobility House von Rüsselsheim nach München bringe. „Ja klar“, schwindle ich, um meine Aufregung zu verbergen. Meine Verbindung zu Autos ist wahrscheinlich prototypisch für die Mobilität der Generation Carsharing: Ich brauche keines, also mache ich mir auch nicht allzu viel daraus. Die öffentlichen Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheiten und das Fahrrad bringen mich in der Regel überall hin, wo ich will. Dementsprechend unvoreingenommen bin ich vor meiner ersten elektrischen Fahrt. Ich will einfach nur unkompliziert ankommen, mal schauen, ob das klappt. Drei „Tank & Rast“ Schnellladepunkte habe ich mir für alle Fälle vorab notiert – mit dem Laden kenne ich mich dank The Mobility House ja immerhin aus.

Erster Eindruck: viel Platz für smarte Technik

Da steht also der Wagen, auf den halb Elektroauto-Deutschland wartet. Das Design überzeugt mich: geradlinig, aber nicht konservativ. Die Elemente aus Chrom sorgen für einen jungen, sportlichen Look. Innen fällt sofort das riesige und hochwertige Touchscreen Display ins Auge. Der Mitarbeiter führt durch die Funktionen: Klimaanlage, Radio und auch die verschiedenen Live-Ansichten zu Batterie und Ladestand sind schnell verstanden. Nur ein Navigationssystem ist nicht dabei. Das wird dank Android Auto App (oder Apple CarPlay) über das Smartphone abgerufen. Passend dazu sind USB Ports verbaut. Kleine Enttäuschung für mich: Mein Smartphone ist für Opels IntelliLink System zu alt und spielt mal wieder nicht mit. Zum Glück klappt die Bluetooth-Verbindung, sodass die Anweisungen des Navis über das Audio-System durchgesagt werden. Nächster Halt: Die Raststätte Aurach Süd bei Erlangen, wo eine CCS-Ladestation auf mich wartet.

Das Opel Ampera-e Fahrerlebnis: Elektrisch ist anders, aber geil!

Dann kann es ja losgehen. Ich starte das Auto per Knopfdruck. Ein Blick auf das Display zeigt eine fast volle Batterie und einen errechneten Mittelwert von 327 Kilometer Reichweite an. 417 Kilometer Strecke liegen vor mir, davon 225 Kilometer bis zu meinem Ladestopp.

In gemächlichem Tempo geht es vom Autohof runter, dann raus aus Rüsselsheim. Das Auto fährt sich auf Anhieb flüssig und sicher. Allerdings muss ich den Tacho streng im Blick behalten, um ein Gefühl für Geschwindigkeit im Elektroauto zu entwickeln. Das Fahren innerorts fühlt sich trügerischerweise ziemlich nach Schleichen an, denn der Opel Ampera-e rollt fast lautlos über die Straßen. Das Fehlen von Kupplung und Schaltgetriebe finde ich anfangs seltsam, binnen Minuten wird daraus aber bequeme Gewohnheit.

Auf der Autobahn angelangt, kann ich endlich die so viel – und wie ich feststelle zurecht – gelobte Beschleunigung von Elektroautos erleben. Langsam ist das Elektroauto ohnehin nicht: Mit Ausnahme von Baustellen, fahre ich durchschnittlich 130 km/h, aber auch 150 km/h sind drin, ohne dass sich die Reichweite dramatisch verändert. Für die Autobahn eignet sich der Drive Mode perfekt, bei dem manuell gebremst werden muss. Beim ersten Stau schwenke ich auf den L-Modus um. Jetzt rekuperiert der Opel Ampera-e so stark, dass die Bremse fast nicht mehr gebraucht wird. Bequemer könnte es im dichten Stop & Go Verkehr nicht laufen. Hinzu kommen praktische Features wie Verkehrszeichenerkennung und Totwinkelwarnung, die das Fahren erleichtern.

  • Opel Apera-e: The Mobility House unterzieht das Elektroauto dem Test - Reichweite und öffentliches Laden stehen im Mittelpunkt.
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Bilder: © The Mobility House

Ladepause für den Opel Ampera-e: 160 Kilometer Reichweite in 40 Minuten

96 Kilometer Rest-Reichweite zeigt das Display des Opel Ampera-e, als der Rastplatz in Aurach vor mir auftaucht. Die sechs Kilometer Differenz zur ursprünglichen Reichweiten-Prognose rechtfertigt der misslungene Versuch, einen Stau zu umfahren. Knapp 42 von 60 kWh habe ich verbraucht. Einen Teil davon will ich jetzt wieder laden!

Das Laden funktioniert viel leichter als gedacht. Ich brauche weder RFID Karte noch App und zahlen muss ich für die 50 kW DC-Stromspritze keinen Cent. Das Elektroauto prognostiziert mir 56 Minuten Wartezeit, um die Batterie auf 80 Prozent zu laden. Also mache ich das, was man an einer Raststätte so macht: Cappuccino trinken und die Beine vertreten. Aus der Ferne beobachte ich, wie immer wieder Neugierige den Opel Ampera-e umkreisen und unter die Lupe nehmen. Kein anderes Elektroauto weit und breit – so innovativ und einzigartig habe ich mich noch nie gefühlt! Noch schnell ein cooles Foto für Instagram, dann geht es nach 40 Minuten Laden mit 254 Kilometer Reichweite weiter. Für die verbleibende Strecke von 203 Kilometern haut das nicht nur hin, ich komme am Ende sogar mit 89 Kilometern Rest-Reichweite an.

Das Fazit: unkompliziert, zuverlässig – alltagstauglich!

Die Fahrt mit dem Opel Ampera-e hat mich ohne Vorwarnung in den Elektroautobann gezogen. Ein Auto kommt definitiv ohne lauten Verbrennungsmotor aus, um Spaß zu machen. Auch in puncto Praktikabilität ist der Opel Ampera-e ein Top-Fahrzeug. Eine Rast hätte ich bei dieser Strecke sowieso eingelegt, sodass mich der Ladestopp kein bisschen gestört hat. Die Reichweiten-Prognose passt sich an das Fahrverhalten an und hält, was sie verspricht. Über mangelnde Alltagstauglichkeit kann ich also nicht klagen. Noch dazu war die Fahrt dank kostenloser Ladesäule für mich gratis. Ok, ich musste das Auto ja auch nicht bezahlen. Trotzdem: Das muss ein Verbrenner erst mal nachmachen.

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