Ladestationen in Immobilien: Warum jetzt die Stunde der Elektromobilität schlägt

18. Juli 2017 Tobias Wagner Allgemein, Rund ums Laden des Elektroautos Schlagwörter: , , , , 0 Comments

Elektromobilität ist in Deutschland angekommen. Sowohl Automobilhersteller als auch Ladestationsbetreiber verzeichnen täglich große Schritte in Richtung Mobilitätswende. Das Elektroauto ist für viele Autofahrer eine interessante Alternative geworden. Eine zentrale Fragestellung ist und bleibt das Thema Laden: Schnell unterwegs oder langsam über Nacht? Die Antwort ist: beides. Beim Laden in Immobilien und Gebäuden gibt es jetzt zusätzlichen Rückenwind von Bundesregierung und Europäischer Union: Sowohl beim Mietrecht als auch bei Richtlinien für Bau und Sanierung von Immobilien sind Ladestationen für Elektroautos zukünftig fester Bestandteil.

Für die Immobilienwirtschaft bedeutet das zum einen enormes Potential, aber auch ein paar Hausaufgaben. Als Besitzer einer Immobilie können Sie sich mit einer Ladestation für Elektroautos frühzeitig absichern und senden ein starkes Signal für nachhaltiges Wirtschaften. The Mobility House zeigt, was es auf dem Weg dorthin zu beachten gilt und welche Schritte notwendig sind, damit Abgase in der Tiefgarage der Vergangenheit angehören.

Welche Vorteile haben Immobilienbesitzer von der Elektromobilität?

Bei jeder Investition in das eigene Gebäude gilt es abzuwägen, welche Maßnahmen sich wirklich lohnen und welche nicht. Der Werterhalt einer Immobilie verbunden mit der Attraktivität für potentielle Käufer und Mieter stehen hier im Fokus. Bisherige Themen, wie erneuerbare Energien und energetische Sanierungen, werden nun um die Elektromobilität ergänzt. Das Laden zuhause oder am Arbeitsplatz ist in Zukunft Grundvoraussetzung für die Mobilität vieler Menschen. Grundvoraussetzung also auch für moderne Immobilien? Nicht nur für umweltbewusste Käufer und Mieter lautet die Antwort: ja. Um Folgekosten zu vermeiden, sollten Ladestationen daher bereits früh in der Gebäudeplanung berücksichtigt werden. Hochwertige Ladeinfrastruktur, die nahtlos in die Gebäudeinstallation integriert ist, bietet großes Potential für eine bessere Vermarktung der Immobilie. Generell bieten Ladestationen längst nicht nur Pluspunkte in Sachen Repräsentation, sondern stellen ein interessantes Investment für die Wertsteigerung eines Gebäudes dar. Auch die Nachhaltigkeitsbewertung der Immobilie kann davon profitieren. Neben monetären Aspekten, kann sich ein früher Umstieg auf Ladestationen auch aus regulatorischer Sicht lohnen. Für die Immobilienwirtschaft wird Ladeinfrastruktur in Gebäuden zukünftig Pflichtvoraussetzung. Wieso also nicht schon heute umsteigen?

Ladestationen für alle Immobilien: Ab 2025 Pflicht für Neubauten und Sanierungen

Die Energieminister der EU greifen der Elektromobilität unter die Arme. Eine neue EU-Vorgabe für Energie- und Gebäudeeffizienz sieht in allen größeren Gebäuden ab 2025 Ladestationen für Elektroautos vor. Unter die Regelung sollen sowohl Neubauten als auch umfassende Renovierungen mit mindestens 10 Stellplätzen fallen. In Wohngebäuden muss für jeden Stellplatz eine separate Lademöglichkeit vorgesehen werden. Für Bürohäuser und Nicht-Wohn-Gebäude wird dagegen nur mindestens eine fest installierte Ladestation Pflicht. Doch für weitere Installationen soll vorgesorgt werden, jeder dritte Stellplatz soll mit entsprechenden Leitungen für eine Ladestation vorbereitet werden. Auch wenn der finale Beschluss der EU noch aussteht, deutet in Zukunft alles auf klare Vorgaben für die Immobilienwirtschaft hin.

Als Mieter zur eigenen Ladestation: Bundesregierung unterstützt Elektromobilität

Der Aufbau von Ladeinfrastruktur in Mietobjekten scheitert häufig nicht an technischen Gegebenheiten. Besonders in Eigentümergemeinschaften erschweren organisatorische Hürden den Weg zur eigenen Ladestation. Das Verlegen von elektrischen Leitungen in der Tiefgarage zählt in vielen Fällen als bauliche Veränderung und bedarf der Zustimmung aller Eigentümer. Der Bundesrat möchte diese Barriere durch eine Reformierung des Wohneigentumsgesetz abbauen. Die Zustimmung aller Eigentümer wird dadurch in bestimmten Fällen entbehrlich. Auch das Mietrecht soll angepasst werden. Die Errichtung einer Ladestation soll dann privilegiert behandelt werden, vergleichbar mit Investitionen in die Barrierefreiheit. Doch bis es soweit ist, nehmen Sie das Thema Ladeinfrastruktur am besten selbst in die Hand: Lesen Sie einfach unsere 5 Tipps zur eigenen Ladestation in der Tiefgarage.

Betrieb von Ladestationen in Immobilien: Auf diese Grundsätze beim Laden sollten Sie achten

Nach dem Kauf ist vor dem Betrieb: Ein wichtiges Thema bei allen Immobilien ist stets die Dimensionierung der Anschlussleistung. Diese reicht häufig nicht aus, um alle Haushalte sowie mehrere Ladestationen gleichzeitig mit voller Last zu betreiben. Das Zauberwort lautet hier Lastmanagement. Dadurch muss nur ein Bruchteil der erforderlichen Last vorgehalten werden. Die Ladestationen orientieren sich am Stromverbrauch des Gebäudes und stellen sicher, dass die maximale Leistung nicht überschritten wird. Ladestationen sind daher auch in älteren Gebäuden kein Problem. In Gemeinschaftsgaragen ist außerdem zu beachten, dass die richtigen Personen für die Stromkosten aufkommen. Im einfachsten Falle wird die Ladestation an den Stromzähler des Elektroautofahrers angeschlossen. Sofern dies nicht möglich ist, kommt ein intelligenter Abrechnungsservice infrage. Die Ladestation wird hier an den Gemeinschaftszähler angeschlossen und der jeweilige Nutzer per RFID-Karte authentifiziert. Die Zuordnung der Ladevorgänge garantiert eine nutzerbezogene Abrechnung durch einen Dienstleister.

Als Immobilienbesitzer mit einer Ladestation in eine grüne Zukunft starten

An der Immobilienwirtschaft wird die Elektromobilität nicht spurlos vorbeigehen. Es handelt sich nicht um einen Trend, sondern vielmehr um eine grundlegende Veränderung in der Immobilienplanung. Daher gilt es, Ladestationen fest in zukünftige Gebäude zu integrieren. Die daraus entstehende Schnittstelle zwischen Energiewirtschaft und Mobilitätssektor schafft neue Möglichkeiten: Durch intelligente Energiemanagementsysteme können Elektroautos mit selbst produziertem Solarstrom geladen und die laufenden Kosten nachhaltig gesenkt werden. Der CO2 Fußabdruck Ihrer Immobilie und der gesamten Branche würde verbessert. Wieso also erst in Zukunft mit Ladeinfrastruktur aufrüsten, wenn Sie schon heute Vorteile davon haben? Wir von The Mobility House unterstützen Sie auf Ihrem Weg. Von der Beratung und Auswahl der Hardware über die Installation bis hin zum laufenden Betrieb Ihrer Ladestation sind wir der richtige Ansprechpartner für hochqualitative Ladelösungen.

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