Zu wenige LadepunkteZu wenige Ladepunkte

München, 26.05.2020

Als erfahrener Experte im Bereich für intelligente Lade- und Energielösungen hat es sich The Mobility House zum Ziel gesetzt, die weitverbreiteten Märchen rund um das Thema Elektromobilität einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und in Frage zu stellen. In Märchen Nummer drei dreht sich alles um die Ladepunkte.

Eine Übersicht aller Märchen ist hier zu finden.  

Es war einmal...ein Land mit zu wenigen Ladepunkten!

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gibt es in ganz Deutschland zu Beginn des Jahres 2021 rund 40.000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte, die im Ladesäulenregister des Verbands erfasst sind. Etwa ein Siebtel der Stromtankstellen sind Schnellladestationen. Theoretisch kommen damit bei aktuell gut 310.000 zugelassenen Elektroautos in Deutschland 17 Autos auf jeden Ladepunkt. Das klingt zunächst nach viel, da die meisten Ladevorgänge aber ohnehin am Arbeitsplatz oder der eigenen Wallbox zuhause stattfinden, ist der reale Andrang auf öffentliche Ladepunkte weitaus geringer.

Nur ein knappes Fünftel der Elektrofahrzeuge parkt im öffentlichen Straßenraum ohne eigene Lademöglichkeit. Die theoretische Quote von E-Fahrzeugen pro öffentlichem Ladepunkt ist deshalb sogar um einiges höher, zumal mehr als 80 Prozent aller Ladevorgänge daheim oder am Arbeitsplatz stattfinden. Insbesondere seit der umfangreichen KfW Förderung 440 boomt die Nachfrage nach Ladestationen und über 470.000 private Ladepunkte in Wohngebäuden wurden seit November 2020 realisiert.

Laden am Arbeitsplatz

Gerade das Laden am Arbeitsplatz nimmt aktuell stark an Fahrt auf. Immer mehr Unternehmen setzen auf Ladeinfrastruktur für ihre Mitarbeiter. Zum Beispiel bauen die deutschen Automobilhersteller zusammen 15.000 Ladepunkte an ihren Standorten und Verkaufshäusern auf. Manche installieren zudem auf ihren öffentlich zugänglichen Parkplätzen Lademöglichkeiten für die Allgemeinheit. Es profitiert auch das Image davon, wenn sich Unternehmen sichtbar als nachhaltig und innovativ präsentieren — hier wächst ein nicht zu unterschätzendes Marketinginstrument heran. Dank umfangreicher Fördermöglichkeiten und Steuererleichterungen schlägt sich die Elektromobilität zudem in der Bilanz positiv nieder.