Europa kurz vor dem Blackout - The Mobility House steuert aktiv dagegen, Bildquelle: Shutterstock

Zu Beginn des Jahres scheint Europa nur knapp von einem kompletten Stromausfall verschont geblieben zu sein.
Am 10. Januar 2019 fanden zwei Extremereignisse im europäischen Verbundnetz statt.

Zum einen wurden über einen ungewöhnlich langen Zeitraum (über 10 Stunden) lediglich negative Frequenzabweichungen beobachtet, also Frequenzen unterhalb der Sollfrequenz von 50 Hertz. Statistisch gesehen schwankt die Frequenz im Jahresverlauf in beide Richtungen nahezu gleichermaßen.
Zum anderen fiel die Netzfrequenz für wenige Augenblicke auf fast 49,80 Hertz ab. Dies spiegelt einen extrem kritischen Zustand für das Netz wider, der den vollständigen Abruf der vorgehaltenen kurzfristigen Leistungsreserve (der sogenannten Primärregelleistung) zur Folge hat. Bei Unterschreitung dieses Wertes werden neben den ständigen Dienstleistungen zur Frequenzhaltung, wie auch der Primärregelleistung, zusätzliche Maßnahmen wie beispielsweise Lastabwurf der Großindustrie aktiviert.

Um die Netzfrequenz zu stabilisieren hat The Mobility House (TMH) das Netz mit Strom aus seinen beiden stationären Batteriespeichern in den nordrheinwestfälischen Orten Lünen und Elverlingsen versorgt. Trotz ihrer begrenzten Speicherkapazität konnten die Batterien durch eine intelligente Ladestrategie durchgehend über diesen langen Zeitraum hinweg zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Auch bei dem fast erreichten Extremwert von 49,80 Hertz steuerten die Batterien zuverlässig gegen.

Die angespannte Lage am 10. Januar 2019 hat wieder einmal gezeigt, dass Batteriespeicher trotz ihrer begrenzten Kapazität einen wertvollen Beitrag dazu leisten, eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und drohende Komplettausfälle im Energiesystem zu verhindern.