Zukunftssichere Ladeinfrastruktur - OpenADRZukunftssichere Ladeinfrastruktur - OpenADR

München, 24.09.2020

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Doch die umweltfreundlichen und leisen Elektroautos wollen vor der Fahrt aufgeladen werden. Damit das Laden schnell und sicher funktioniert und sich nahtlos in die Energieversorgung vor Ort integriert, laufen im Hintergrund unzählige Prozesse ab. Offene und standardisierte Schnittstellen zwischen Fahrzeug, Ladestation und Backend- sowie Energiemanagement-Systemen garantieren, dass Ladeinfrastruktur mit dem zunehmenden Erfolg der Elektromobilität mitwachsen und sich stetig verbessern kann. Und damit eine zukunftssichere Ladeinfrastruktur gewährleistet ist. Grund genug, diesen unsichtbaren Helfern eine umfassende Serie zu widmen.

The Mobility House, das Technologieunternehmen und Lösungsanbieter rund ums Laden, klärt in einer Blog-Serie auf, welche Schnittstellen für den Markt wichtig sind und was es generell zu wissen und zu beachten gilt.

Im vierten Teil geht es um OpenADR — das offene Cloud-to-Cloud Kommunikationsprotokoll.

Lasten gezielt steuern über OpenADR

Der Smart Grid-Standard OpenADR (Open Automated Demand Response) ist ein aufstrebendes, offenes Cloud-to-Cloud-Kommunikationsprotokoll, welches Energieversorgern und Netzbetreibern über eine Internetverbindung die Übertragung von Steuersignalen an intelligente Geräte wie Smart Meter oder Lastmanagementsysteme ermöglicht. Demand Response, die Anpassung von Lasten als Reaktion auf die aktuelle Stromnachfrage, gilt als unerlässlich für die Stabilisierung der Versorgungsnetze. Ein Vorteil von OpenADR ist, dass es unmittelbar mit einzelnen Verbrauchern oder Abnahmestellen kommuniziert.

Im Gegensatz zur etablierten Rundsteuer-Technologie, mit der ein Signal über die Stromleitungen ins gesamte Netzgebiet geschickt wird, erlaubt OpenADR über seine Cloud-Schnittstelle so auch das gezielte Ansteuern einzelner Netzanschlusspunkte.

Infrastruktur effizient nutzen 

OpenADR dient allerdings nicht nur dazu, bei hohem Stromverbrauch die Lastspitzen im Verteilnetz zu glätten und so die vorhandene Stromnetz-Infrastruktur effizient zu nutzen. Es kann auch Preissignale berücksichtigen und Anwendungen wie etwa das Laden von Elektroautos auf diese Weise kostengünstiger gestalten. In dem Pilotprojekt ELBE testet The Mobility House dieses Protokoll bereits mit einigen weiteren Partnern, unter anderem dem örtlichen Netzbetreiber Stromnetze Hamburg.

The Mobility House & OpenADR

Offene Schnittstellen ChargePilotOffene Schnittstellen ChargePilot

ChargePilot, das Lade- und Energiemanagement von The Mobility House, unterstützt neben OpenADR auch die IEC Normen 60870-6-104 und 61850, welche einen sehr ähnlichen Funktionsumfang zur intelligenten und kosteneffizienten Steuerung von Lasten bieten. Nach einem Reduktionssignal verteilt ChargePilot die noch verfügbare Leistung zwischen verschiedenen Ladestationen möglichst effizient, um trotz der Reduktion alle Mobilitätsbedürfnisse zu erfüllen.