Finanzierung von LadeinfrastrukturFinanzierung von Ladeinfrastruktur

Neben dem Kauf von Ladeinfrastruktur sind zwei weitere Alternativen der Finanzierung bei der Anschaffung von Ladeinfrastruktur zu beobachten – das Restwertleasing sowie Modelle der Pacht und Miete.

In nachfolgendem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die Unterschiede der genannten Finanzierungsformen.

Heutzutage findet man drei Alternativen hinsichtlich der Anschaffung von Ladeinfrastruktur:

  1. Der Kauf mit Übergang des materiellen Eigentums
  2. Das Restwertleasing mit monatlichen Ratenzahlungen (meist 2-5 Jahre), eventuell Vorauszahlung und optionalem Kauf zum Restwert
  3. Die Pacht oder Miete mit täglichen oder monatlichen Zahlungen und finaler Rückgabe

1. Kauf von Ladeinfrastruktur:

Nach Vertragsabschluss und getätigter Zahlung geht das materielle Eigentum, sprich die Ladestation, auf den Käufer über. Dieser kann im Vorfeld Fördermittel für die Ladeinfrastruktur von Bund, Länder oder Kommunen beantragen. Ist der Käufer Gewerbetreibender, so muss er die Ladeinfrastruktur in seiner Unternehmensbilanz aktivieren und gemäß den gesetzlichen Bestimmungen über die Jahre abschreiben. Monatlich laufende Kosten würden hier lediglich bei zusätzlich beanspruchten Service anfallen (Abrechnungsservice, Lademanagement etc.), bei Inanspruchnahme eines Kredits zusätzlich die Tilgung.

Ladeinfrastruktur wird in der Regel softwarebasiert aktualisiert. Einhergehend mit der durchaus langlebigen Hardware ist Ladeinfrastruktur weit über die Abschreibungsdauer hinaus ausgelegt und nutzbar. Nachfolgend sehen Sie ein einfaches Berechnungsbeispiel für den Kauf von Ladeinfrastruktur.

  • Berechnungsbeispiel Kauf von Ladeinfrastruktur

    • Finanzierungsbetrag Ladeinfrastruktur: 150.000 €
    •  Laufzeit: 72 Monate
    •  Nominalzins p.a.: 3,30 %
    • Monatliche Finanzierungsrate: 2.083,34 €

2. Restwertleasing von Ladeinfrastruktur:

Derzeit werden am Markt größtenteils Leasing-Angebote für AC- und DC-Wallboxen mit einer Leasinglaufzeit von zwei bis fünf Jahren angeboten. Je kostspieliger das Gesamtangebot aus Produkt (AC vs. DC, Basic vs. Intelligent) und Serviceleistungen ausfällt, desto langfristiger ist meist die vertragliche Bindungsdauer. Die Ladeinfrastruktur kann am Leasingende zum Restwert übernommen werden.

Grundsätzlich ist das Leasing von Ladeinfrastruktur auch förderfähig. Soll die Investition über einen längeren Zeitraum mit Eigen-/ Fremdmitteln gestreckt werden, stellt dies eine sinnvolle Alternative für größere Investitionen im Vergleich zum Kauf dar. Grundsätzlich tragen Sie wie beim Kauf auch die laufenden Reparatur- und Servicerechnungen selbst.
Ausgenommen sind kostspielige Full-Service-Leasingverträge. Nachfolgend sehen Sie ein einfaches Berechnungsbeispiel für das Leasing von Ladeinfrastruktur.

  • Berechnungsbeispiel Leasing von Ladeinfrastruktur

    • Anschaffungswert Ladeinfrastruktur (netto): 150.000 €
    • Laufzeit: 72 Monate
    • Vertragsart: Vollamortisation
    • Monatliche Leasingrate (netto): 2.405,04 €

Bei Betreiben eines Ladeparks mit mehreren Ladepunkten sollten Sie zusätzlich ein Lade-und Energiemanagementsystem in Betracht ziehen, welches Ihren Ladepark intelligent und netzdienlich steuert. Dadurch werden Investitionen in den Netzausbau auf ein Minimum reduziert sowie kostenintensive Stromspitzen gezielt vermieden. The Mobility House bietet mit ChargePilot ein solches intelligentes Lade- und Energiemanagementsystem an. Auch dieses kann bei Bedarf geleast werden. Das Leasingmodell stellen wir Ihnen im nachfolgenden Berechnungsbeispiel vor:

Leasen Sie ChargePilot zusammen mit Ihrer Ladeinfrastruktur wahlweise für 24, 36 oder 48 Monate ohne Anzahlung

Leasen Sie ChargePilot zusammen mit Ihrer LadeinfrastrukturLeasen Sie ChargePilot zusammen mit Ihrer Ladeinfrastruktur

Beim Angebot von The Mobility House können auch Installationsleistungen direkt über das Leasingpaket mitgebucht werden. So profitieren Sie von einem Komplettangebot aus einer Hand.

3. Miete und Pacht von Ladeinfrastruktur:

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass jede Finanzierungsalternative ihre Vor- und Nachteile hat. Beim Kauf erwirbt man das materielle Eigentum, genießt dadurch größtmögliche Flexibilität bei Änderungen und vermeidet nicht einkalkulierte Nebenkosten.
Das Restwertleasing hilft bei der langfristigen Finanzierung durch Eigenmittel und bietet bilanzielle und steuerliche Vorteile bei mehrjähriger vertraglicher Bindung. Bei der Miete oder Pacht kommt es stark auf die vertragliche Auslegung an: Miete ist insbesondere in ungewissem Kontext vorteilhaft, bietet sie doch das Maximum an Flexibilität bei entsprechend eingeräumten Kündigungsfristen. Bei der Pacht hingegen ist darauf zu achten, wie das Pachtzinsmodell ausgelegt ist und welche Services inbegriffen sind.

Fazit

Die Miete von Ladeinfrastruktur ist die gesamtkostentechnisch kostspieligste Art der Anschaffung. Wer Flexibilität wertschätzt und die Nutzungsdauer nur schwer prognostizieren kann, hat die Möglichkeit, Ladeinfrastruktur pro Tag oder Monat mieten. Beim öffentlichen Zurverfügungstellen der Ladeinfrastruktur wird meist ein Pachtmodell angeboten.
Hier verdient der Vermittler (Pächter) meist eine feste Provision pro Ladevorgang. Unter Pachtverträge fallen meist Servicekomponenten, um welche sich der Betreiber nicht kümmern muss.

Pachtverträge besitzen meist Mindestlaufzeiten. Zusätzlich gilt: Wer seinen Stromanbieter nicht wechseln möchte und somit den meist mit der Pacht angebotenen Stromvertrag nicht akzeptiert, muss teilweise beträchtliche Provisionen zahlen. Dadurch entsteht eine enorme Abhängigkeit für den Kunden. Für bestimmte Sonderfälle, wie z.B. die Ausstellung auf einer Messe oder dem Testen eines Produktes für kurze Zeit, ist die Miete also eine valide Alternative.

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