Technische Anschlussregeln Niederspannung schreiben ab 12 kVA Ladeleistung ein Lastmanagement vor

Noch ist die Anzahl der Elektroautos auf deutschen Straßen überschaubar, aber das wird sich in den nächsten Jahren dramatisch ändern. Die Automobilhersteller elektrifzieren aktuell ihre gesamte Flotte. Damit die Verteilnetze die zusätzlichen Lasten durch viele gleichzeitig ladende Fahrzeuge kontrollieren können, lautet die Vorschrift ab April, dass ab 12 kVA Ladeleistung ein Lastmanagement vorhanden sein muss. Diese Vorschrift nennt sich „Technische Anschlussregeln Niederspannung“ (TAR Niederspannung). Einziger Anbieter einer TAR-konformen Lösung ist gegenwärtig das Münchner Technologieunternehmen The Mobility House.

Mit den TAR Niederspannung (E VDE-AR-N 4100) wird erstmals der elektrische Anschluss von Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge bundesweit einheitlich geregelt. Das Regelwerk ersetzt oder ergänzt die bisherigen, unterschiedlichen Regelungen der Verteilnetzbetreiber (VNB). Zur Zeit befindet es sich noch im Notifizierungsverfahren der EU, die Freigabe wird am 28. April erwartet. „Die wichtigste Neuerung ist, dass künftig ab einer Anschlussleistung der Ladestation von 12 kVA eine Wirkleistungssteuerung (Lastmanagement) installiert werden muss“, erklärt Valentin Kunkel, Produktmanager bei The Mobility House. „In der Praxis ist diese Grenze insbesondere im gewerblichen Umfeld schnell überschritten.“ Der VNB soll so die Möglichkeit erhalten, bei einer drohenden Netzüberlastung steuernd einzugreifen.

Vorausschauendes Handeln zahlt sich aus

Bei Neuinstallationen sollten Betreiber von Ladestationen daher von vornherein ein Lastmanagement vorsehen. Auch bei einer späteren Überschreitung der 12-kVA-Grenze müssen sie sich dann keine Gedanken mehr machen, ob ihre – möglicherweise von verschiedenen Herstellern stammenden – Ladestationen allesamt die TAR Niederspannung erfüllen. Denn die Konformität ist bereits über das skalierbare Lade- und Energiemanagement (LEM) von The Mobility House gesichert. Dies gilt gleichermaßen für die Vorgaben der neuen Anschlussregeln zur maximalen Phasenasymmetrie (4,6 kW pro Phase) sowie zur standardisierten Kommunikation mit dem VNB gemäß IEC 60870-5-101/104. „Damit erfüllt The Mobility House als einziger Anbieter auf dem Markt bereits heute alle technischen Vorgaben von morgen“, unterstreicht der Produktmanager.

Im LEM werden sämtliche Anforderungen in Echtzeit koordiniert: die Steuersignale des VNB, die Lasten des Gebäudes, gegebenenfalls die Einspeisung der Photovoltaikanlage sowie die Ladebedürfnisse der Elektroautos. Indem die Energie intelligent verteilt wird, lässt sich die verfügbare Netzleistung zu jedem Zeitpunkt mit dem Ladebedarf in Einklang bringen; eine mögliche Netzüberlastung durch gleichzeitiges Laden mehrerer Fahrzeuge wird so ausgeschlossen. „Elektroautos müssen unbedingt gesteuert geladen werden, anders funktioniert es auf Dauer nicht“, ist Valentin Kunkel überzeugt. Durch eine intelligente Integration der Elektromobilität in die Verteilnetze ließe sich ein teurer Netzausbau auch in Zukunft weitgehend vermeiden.

Dass durch ein intelligentes Lade- und Energiemanagement nicht nur Netzkosten am Anschlusspunkt und im Verteilnetz vermeidbar sind, sondern auch der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert wird und Erlöse erzielt werden können, zeigt TMH anhand eindrucksvoller Projekte mit Elektroautos und deren Batterien.
Weiterführende Informationen dazu finden Sie im Magazinbereich auf der Webseite von The Mobility House .