Bundesregierung setzt neue Fördermaßnahmen für Elektroautos durch

München, 19.11.2019

Der Zeitpunkt, auf ein Elektroauto umzusteigen, insbesondere als Firmenwagenbesitzer, Handwerker oder Kommune, könnte kaum besser sein. Die Modelle der Hersteller werden immer vielfältiger und günstiger und die Bundesregierung sorgt mit immer mehr neuen Gesetzen und Regelungen für ein vielfältiges Angebot an Fördermaßnahmen, die Elektroautos gegenüber Benzinern und Dieseln immer attraktiver machen. 

Erst Anfang November etwa beschloss die Bundesregierung, den Umweltbonus genannten Zuschuss zum Kaufpreis für Elektroautos, die weniger als 40.000 Euro kosten, von 4000 auf 6000 Euro zu erhöhen. Für Stromer mit einem Listenpreis zwischen 40.000 und der Obergrenze 65.000 Euro steigt der Zuschuss auf 5000 Euro. 

Auch Plug-in-Hybride profitieren vom Umweltbonus: Für die Teilzeit-Elektroautos steigt die Prämie in der Preisklasse unter 40.000 Euro von 3000 auf 4500 Euro, teurere Modelle werden künftig mit 4000 Euro gefördert. Damit allerdings ein Plug-in-Hybrid auf die Liste der förderfähigen Autos kommt, darf er im Normtest nicht mehr als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Die höhere Förderung soll bis Ende 2025 ausbezahlt werden. 

Elektroautos als Dienstwagen doppelt attraktiv 

Elektrifizierte Dienstwagen profitieren zusätzlich zum Umweltbonus von einer weiteren Förderung: Seit Anfang 2019 muss der geldwerte Vorteil der privaten Nutzung eines elektrifizierten Dienstwagens mit nur noch 0,5 Prozent versteuert werden, während der Satz auf Benziner und Diesel weiterhin bei 1 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat verbleibt. Für reine Elektroautos, die weniger als 40.000 Euro kosten, sinkt die Dienstwagensteuer ab 2020 sogar auf 0,25 Prozent.

Diese Neuerung bedeutet in den meisten Fällen einen klaren Steuervorteil gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Plug-in-Hybride fallen allerdings nur dann in die 0,5-Prozent-Besteuerung, wenn diese weniger als 50 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen oder mindestens 60 Kilometer rein elektrische Fahrleistung schaffen. Ab 2025 ist geplant, diese Grenze auf 80 Kilometer anzuheben. 

Für Sie als Fahrer beläuft sich der Steuervorteil jährlich mindestens auf einen höheren dreistelligen Betrag. Bei günstigen Elektroautos unter 40.000 Euro sogar noch deutlich mehr. Ein Elektroauto müsste doppelt so teuer sein wie ein Verbrenner, um die gleiche Steuerlast zu verursachen. Der Aufpreis für reine Elektroautos bleibt allerdings in den meisten Modell-Segmenten im vierstelligen Bereich, Plug-in-Hybride rangieren bei einigen Herstellern sogar in der Preisklasse vergleichbarer Diesel. Da Dienstwagen etwa zwei Drittel aller neu zugelassenen Fahrzeuge ausmachen, könnte dieser Schritt Elektroautos deutlich interessanter machen — und nebenbei in einigen Jahren einen beachtlichen Gebrauchtwagenmarkt schaffen. Für den Erfolg der Elektromobilität halten viele Experten diese steuerliche Maßnahme sogar für bedeutsamer als den Umweltbonus. 

Der Kaufpreis allein stellt kein Hindernis mehr dar 

Der Kaufpreis allein wird also immer bedeutungsloser, wenn es darum geht, die größten Hemmnisse beim Elektroauto-Kauf zu beseitigen. Sollten Sie trotzdem noch zögern, so bedenken Sie die weiteren Vorteile der E-Mobilität: Elektroautos sind zehn Jahre lang von der KFZ-Steuer befreit. Auch bei den laufenden Ausgaben für Treibstoff, Wartung und Reparaturen sind Elektroautos gegenüber Verbrennern klar im Vorteil und verursachen über ihre gesamte Lebensdauer hinweg viel weniger Kosten als Benziner und Diesel. Ölwechsel? Nicht nötig. Verschleiß der Bremsen? Kaum, da der Elektromotor beim Verzögern rekuperiert und den Wagen auch ohne Tritt aufs Bremspedal zum Stillstand bringt. Auch reparaturanfällige Teile wie Getriebe, Lichtmaschine, Zahn- und Keilriemen suchen Sie im Elektroauto vergebens. Bei der Betrachtung der Kosten über die gesamte Lebensdauer (Total Cost of Ownership, TCO) schneiden viele Elektroautos schon heute besser ab als ihr Verbrenner-Pendant. 

Förderdatenbank für den umfassenden Überblick 

Wenn Sie eine Förderung für ein oder mehrere Elektroautos oder die Errichtung von Ladeinfrastruktur in Anspruch nehmen wollen, können Sie von vielen verschiedenen Programmen von Bund, Ländern, Städten und Kommunen profitieren. Diese gibt es sowohl für Privat- als auch Geschäftskunden und reichen von einigen Hundert Euro Zuschuss für eine Wallbox bis hin zu mehreren Zehntausend Euro für Elektro-Nutzfahrzeuge und -busse sowie größere Ladeinfrastruktur-Projekte. In der umfassenden und unabhängigen Förderdatenbank von The Mobility House erhalten Sie – abhängig vom Wohnort – einen Überblick über alle relevanten Fördermaßnahmen. 

Wo kann ich das Elektroauto laden? 

Mit staatlicher Förderung und dem Engagement von Autoindustrie, Energiewirtschaft oder Tankstellenbetreibern soll — auch das wurde Anfang November beschlossen — die Zahl der öffentlichen Ladepunkte von aktuell 21.000 bis 2030 auf eine Million steigen. Als Zwischenziel peilt die Bundesregierung 50.000 Ladepunkte bis 2022 an. 

Wer sein privates oder Elektroauto oder den Elektrodienstwagen beim Arbeitgeber laden kann, profitiert ebenfalls von E-Auto-freundlicher Gesetzgebung. Der am Arbeitsplatz bezogene Strom muss nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden. Das gleiche gilt für eine vom Arbeitgeber an der Wohnung des Arbeitnehmers installierte Wallbox fürs Laden zu Hause. Die Stromkosten für das Laden Daheim können in Form von monatlichen Pauschalen abgegolten werden: Mit zusätzlicher Lademöglichkeit beim Arbeitgeber betragen diese 20 Euro für ein rein batteriebetriebenes Elektroauto und 10 Euro für ein Plug-in-Hybridauto. Ohne Lademöglichkeit beim Arbeitgeber beträgt die Pauschale 50 Euro für ein Elektroauto und 25 Euro für einen Plug-in-Hybrid. 

Auch im privaten Bereich plant der Gesetzgeber neue Regelungen, um die Zahl der Ladepunkte zu erhöhen. Änderungen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht zum Beispiel sollen die Installation einer Wallbox in Mehrfamilienhäusern deutlich vereinfachen. Weitere Maßnahmen sollen im Frühjahr 2020 vorgestellt werden. 

Das Problem der lückenhaften Ladeinfrastruktur wird also ebenfalls von Tag zu Tag kleiner. Dies gilt für urbane wie auch ländliche Regionen, wo Dutzende Unternehmen immer mehr Ladestationen installieren, und zunehmend auch für die Autobahnen. Derzeit baut ein Konsortium, bestehend aus den größten deutschen Autoherstellern und vielen weiteren Beteiligten, ein dichtes Netz an Ultra-Schnellladestationen entlang der Fernstraßen auf. Der Strom schießt an diesen Säulen mit bis zu 350 kW in den Akku eines Elektroautos. Energie für die nächsten 300 bis 400 Kilometer laden Sie somit innerhalb von nur 20 Minuten — die Zeit einer kurzen Pause für einen Kaffee und zum Beine vertreten. Somit legen Sie Langstreckenreisen auch im Elektroauto immer komfortabler zurück. Ohnehin schaffen einige aktuelle Modelle bereits Reichweiten von 400 bis 500 Kilometern am Stück. 

Wie kann ich am Arbeitsplatz laden? 

Die Installation von Lademöglichkeiten am Unternehmensstandort oder beim Mitarbeiter Zuhause ist kein Hexenwerk und wird von einem qualifizierten Elektroinstallateur routinemäßig erledigt. Bei der Planung eines größeren Ladeparks lohnt es sich, auf die Expertise von erfahrenen Unternehmen wie The Mobility House zu vertrauen, um zukunftssicher und skalierbar in das Thema einzusteigen. Denn bei mehreren Ladestationen sollten die jährlichen Leistungsentgelte sowie Netzausbaukosten nicht übersehen werden. Die richtige Planung und intelligente Lade- und Energiemanagementsysteme helfen, diese Kosten zu reduzieren bzw. zu vermeiden. 

Mit dem „Konzept Professional“ von The Mobility House finden Sie schnell und herstellerunabhängig die richtige Ladelösung für Ihre Anforderungen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Ihre Elektrofahrzeuge zuverlässig und kosteneffizient laden. Auch bei allen Fragen zu Abrechnung, Steuern und was Ihnen sonst noch am Herzen liegt, steht das Unternehmen gerne neutral und umfassend beratend zur Seite. 

Punkten mit Nachhaltigkeit

Abgesehen von den Kostenvorteilen bringen Elektroautos in einem Fuhrpark noch einen weiteren Wert, den Sie nicht unterschätzen dürfen: In der öffentlichen Wahrnehmung wird Ihr Unternehmen bei den immer wichtiger werdenden Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz massiv punkten, wenn Sie Verantwortung zeigen und auf umweltfreundliche Antriebe setzen. Gerade in Zeiten von Diesel-Skandal und dem drohenden Klimawandel wird Ihr Image davon stark profitieren.

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