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Kauf einer Ladestation für mein Elektroauto

6 Dinge, die ich beachten muss

Das Elektroauto ist da. Und jetzt? Egal ob Ihr Elektrofahrzeug bestellt ist oder schon in Ihrer Garage steht. Eine Frage stellt sich Ihnen ganz bestimmt: Wie lade ich mein Elektroauto zuhause? Prinzipiell stehen Ihnen zwei Lademöglichkeiten zur Verfügung: eine ganz gewöhnliche Haushaltssteckdose oder eine leistungsfähige Ladestation. Warum die Steckdose nur eine Notfalllösung ist, lesen Sie in unserem Beitrag Wozu benötige ich eine Ladestation für mein Elektroauto?

Eine Heimladestation ist auf jeden Fall die sicherere, schnellere und komfortablere Lösung für das Laden Ihres Elektroautos zuhause. Nur welche ist die Richtige für Ihr Elektroauto und wo finden Sie sie? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

1. Ladeleistung: Wie schnell lädt mein Elektroauto?

Für die Ladezeit spielt vor allem das verbaute Ladegerät (On-Board Charger) im Elektroauto eine wesentliche Rolle. Die Spanne der möglichen Leistung reicht hier von 3,7 kW bis 22 kW. Wie schnell das Fahrzeug lädt, hängt aber von zwei weiteren Komponenten ab: der Ladestation und dem Ladekabel. Die Komponente mit der schwächsten Leistung bestimmt dabei die Gesamtleistung. So kann zum Beispiel ein Elektroauto mit 3,7 kW Ladeleistung prinzipiell an jeder Ladestation geladen werden, die für schnellere Ladeleistungen ausgelegt ist, jedoch nur mit maximal 3,7 kW. Wie schnell Ihr Elektroauto lädt, erfahren Sie in unserer Ladezeitenübersicht. Oder Sie berechnen Ihre Ladezeit ganz einfach nach der folgenden Formel:

Ladeleistung (Einphasenwechselstrom):
Ladeleistung (3,7 kW) = Phasen (1) * Spannung (230 V) * Stromstärke (16 A)

Elektroauto Renault Zoe mit einer Wallbox

2. Steckersystem: Welchen Ladestecker hat mein Elektroauto?

Je nach Fahrzeughersteller kommen unterschiedliche Stecksysteme zum Einsatz. In Europa ist der Typ 2 Stecker Standard, wobei asiatische und amerikanische Modelle vereinzelt noch einen Typ 1 Stecker verwenden. Hierzu gehören beispielsweise der Nissan Leaf der ersten Generation und der Mitsubishi Outlander. Entscheiden Sie sich für eine Ladestation mit fest installiertem Ladekabel, müssen Sie darauf achten, dass dieses auch mit Ihrem Fahrzeug kompatibel ist. Adaptermöglichkeiten sind hier nicht gegeben.

Volle Flexibilität bietet Ihnen hingegen eine Ladestation mit Typ 2 Steckdose, an die je nach Bedarf das entsprechende Mode 3 Ladekabel angeschlossen werden kann. Gerade im öffentlichen Bereich, z.B. bei Hotel- oder Firmenparkplätzen, ist eine Ladestation mit Typ 2 Steckdose die beste Wahl.

Grafik Typ 2-Stecker
Typ 2 Ladestecker für Ihr E-Auto

3. Ladestation: Worauf achte ich bei der Auswahl des Herstellers?

Entscheiden Sie sich beim Kauf einer Ladestation für Ihr E-Auto immer für einen Qualitätshersteller, der bei führenden Automobilherstellern geprüft und gelistet ist. So sind Ihnen die Kompatibilität mit Ihrem Fahrzeug sowie zukünftige Updates, Services oder Ersatzteile sicher. Finden Sie heraus, welcher Ladestationshersteller in unserem Shop der Richtige für Sie ist.

KEBA Logo

Mit KEBA setzen Sie auf einen etablierten Hersteller mit Produkten, die bereits am Markt bewährt sind. KEBA ist auch der bevorzugte Kooperationspartner für Wallboxen von Daimler.

ABL Logo

ABL hat 1925 den SCHUKO Stecker erfunden. Die Ladestationen sind ebenfalls sehr präsent am Markt und ABL ist die von VW präferierte Ladestationsmarke. 

 

Alfen Logo

Alfen kommt aus den Niederlanden. Dieser Markt nimmt in der Elektromobilität bereits eine Vorreiterrolle ein. Die ICU Ladestationen unterscheiden sich durch intelligente und smarte Ladelösungen, die sich v.a. an Gewerbekunden richten.

 

Webasto Logo

Webasto ist eines der erfolgreichsten Zulieferunternehmen der Automobilindustrie weltweit. Die günstige 22 kW-Ladestation „Made in Germany“ ist unkompliziert zu installieren und macht das Aufladen Ihres Elektroautos kinderleicht.

 

4. Zusatzfunktionen: Was brauche ich wirklich?

Mit der schnellen Entwicklung der Elektromobilität steigen auch die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur. Smart und kompatibel mit anderen neuen Technologien soll sie sein. Das bietet nur eine intelligente Ladestation. Mit ihr können Sie verfügbare smarte Funktionen nutzen und sind auch für zukünftige Bedürfnisse bestens ausgerüstet.

Abrechnung: Möchten Sie auch Gäste, Mitarbeiter etc. an Ihrer Ladestation laden lassen, ohne Ihren Strom zu verschenken, ist ein Abrechnungsservice ideal. Auch als Fahrer eines elektrischen Firmenwagens haben Sie die Möglichkeit, den geladenen Strom zuhause ebenso wie am Arbeitsplatz bequem und ohne viel Aufwand mit dem Arbeitgeber abzurechnen. Je nach Anwendungsfall bestehen hier verschiedene Möglichkeiten – vom Subzähler in der Ladestation, der regelmäßig abgelesen wird, bis hin zur smarten Online-Lösung mit automatischer Stromabrechnung durch einen Dienstleister.

Integration einer Photovoltaikanlage: Mit einem entsprechenden Energiemanager können Sie den selbst erzeugten Solarstrom Ihrer Photovoltaikanlage auch zum Aufladen Ihres Elektroautos nutzen. Vor allem bei jüngeren Einspeiseverträgen ist die damit verbundene Erhöhung des Eigenverbrauchs hoch rentabel. 

Lastmanagement für Elektroautos: Smarte Ladestationen lassen sich über Zusatzmodule in ein Lastmanagement-System einbinden. Bei gleichbleibender Anschlussleistung können mehrere Elektroautos zur selben Zeit laden. Die verfügbare Leistung verteilt sich automatisch auf die Anzahl der ladenden Elektroautos. Vor allem Firmen, Hotels, Parkplätze etc. mit mehreren Ladestationen vermeiden durch Lastmanagemt teure Stromspitzen und beugen einer Erhöhung des Leistungspreises effektiv vor.

Zugangsbeschränkung: Im halböffentlichen und öffentlichen Bereich, z.B. in Gemeinschaftsgaragen, auf Hotel- und Firmenparkplätzen, ist ein Zugangsschutz via RFID sehr sinnvoll. Damit wird gewährleistet, dass die Ladestationen nur von berechtigten Personen benutzt werden können. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: Schlüssel oder RFID. Bei der Anschaffung empfehlen wir auf die RFID-Variante zurückzugreifen, da die Karte oder der Schlüsselanhänger für mehrere Ladestationen frei geschalten werden kann und so flexibler einsetzbar ist. Werden gleiche RFID-Systeme (z.B. Mifare ISO-A) unterstützt, eignen sich die Zugangskarten auch für weitere Anwendungen, zum Beispiel als Büroschlüssel.

5. Installation einer Ladestation: Wer macht das?

Wir empfehlen grundsätzlich, die Installation der Ladestation für Ihr Elektroauto durch einen qualifizierten Elektroinstallateur durchführen zu lassen, der mit den Anforderungen und Normen für den Anschluss von Ladestationen vertraut ist. Bevor Sie eine vorhandene Steckdose zum Laden Ihres Elektroautos nutzen, ist insbesondere bei älteren Gebäuden die Elektroinstallation zu prüfen, um sicherzustellen, dass das Laden bei voller Leistung auch über mehrere Stunden hinweg sicher ist.

6. Welche Kosten kommen bei der Anschaffung und Installation auf mich zu?

Eine zuverlässige Ladestation bekommen Sie als Basismodell ab etwa 599 Euro. Je nach Ausstattung und Zusatzfunktionen kann sich der Preis natürlich erhöhen. Ein nicht ganz unbedeutender Kostenfaktor ist die fachgerechte Installation der Ladestation durch einen qualifizierten Elektroinstallateur. Besonders die Gegebenheiten am geplanten Ladestandort spielen hier eine wichtige Rolle:

  • Wie weit ist der Parkplatz vom Sicherungskasten entfernt?
  • Sind Wanddurchbrüche oder Grabungsarbeiten erforderlich?
  • Kann die Ladestation an der Wand montiert werden oder ist ein Standfuß nötig?
  • Ist bereits eine Leitung vorhanden, die sich nutzen lässt oder müssen Sie ein neues Kabel verlegen?

Grundsätzlich empfehlen wir, die Installation „zukunftsfähig“ zu gestalten. Sofern ein neues Kabel verlegt werden muss, legen Sie den Querschnitt gleich auf eine 22 kW Installation aus, auch wenn Sie diese jetzt noch nicht brauchen. Das erspart Ihnen in einigen Jahren erneute Kosten, wenn Sie ein Elektroauto mit schnellerem Ladegerät laden möchten. Ebenso wichtig sind die elektrischen Sicherungselemente. Jede Ladestation für Elektroautos muss über einen eigenen Stromkreis verfügen, der mit einem Leitungsschutzschalter und einem FI-Schalter abgesichert ist. Bei manchen Ladestationen ist der FI-Schalter bereits integriert, was die anstehenden Installationskosten erheblich senken kann. Welche relevanten Sicherheitskriterien bei der Installation zu beachten sind, haben wir in den Installations-Tipps für Ladestationen festgehalten.

Für die Installation müssen Sie je nach Ladeleistung und individuellen Gegebenheiten vor Ort, insgesamt mit Kosten zwischen 500 und 2.000 Euro rechnen. Nutzen Sie unsere Checkliste, um die Kosten der Installation einer Ladestation besser einschätzen zu können.